Bewusstseinsarbeit und Heilung
Wenn wir von Materie reden, so
wissen wir bereits, dass es sich hierbei um
manifestierten Geist handelt und damit um eine
Energieform. Folglich beinhaltet Materie die
Idee des Werdens und der Wandlung. Wird nun der
Fluss der Energie gestoppt, durch welchen
Umstand auch immer, so kommt es zu einer
Verdichtung oder auch zu einem Energiestau. Dies
kann sich körperlich als Krankheit, Aggression,
Depression, Ideenlosigkeit oder in Ängsten
Ausdruck geben. Grundsätzlich haben wir es immer
mit einer Inbalance im Energiesystem zu tun,
d.h. an einer Stelle gibt es ein Zuviel und an
einer anderen ein Zuwenig.
Betrachten wir uns einen Fluss,
der durch herabfallendes Geröll gestaut wurde,
so kommt es vor dem entstandenen Gerölldamm zu
einem Rückstau und nach dem Damm beginnt das
Wasser zu versiegen. Ähnlich ist es in unserem
Körper, in unserem Leben oder bei jeder Arbeit,
die wir tun. Begeben wir uns in den Fluss der
Energie, so ist der Verlauf harmonisch und
Entwicklung möglich. Für den Körper bedeutet das
Gesundheit und für unser Leben Erfolg. Halten
wir zurück, sind ängstlich oder misstrauisch,
entsteht ein stau und mithin eine Störung.
Geben wir zu wenig Aufmerksamkeit
in eine Sache oder uns selbst, so kommt es zu
einem Mangel, einem Zuwenig. Die Energie ist
woanders geballt und steht hier nicht zur
Verfügung. Bei uns selbst könnte das z.B. so
aussehen: Wir beschäftigen uns viel mit unserem
Job, mit dem Erfolg, mit den anderen und deren
Wohlergehen, mit den Kindern, mit den
Absicherungen, mit den äußeren Bestätigungen...
und nicht mit dem Wohl unserer Seele, der
Achtsamkeit gegenüber unserem Körper, unseren
Regenerationsmöglichkeiten, unseren Bedürfnissen
nach Ruhe oder dem Wunsch, noch innen zu hören.
Folglich fließt nicht genügend Energie in diese
Richtungen. Wir können daher nicht davon
ausgehen gesund und glücklich zu sein, wenn wir
uns nicht mit dem Wohlergehen unserer
vielschichtigen Persönlichkeit beschäftigen.
Äußere Absicherungen, genügend Geld oder
berufliche Erfolge ersetzen nicht die positive
Zuwendung, die wir uns selbst zugestehen. Zumal
hinzu kommt: fällt der äußere Faktor weg, wohin
fließt dann die Energie?
Was das alles mit Bewusstsein zu
tun hat und Heilung? Wir wissen bereits, dass
Energie dahin fließt, wo unser Bewusst-Sein ist;
dass ein Mangel dort entsteht, wo wir keine
Bedeutung hingeben; dass Energie ein Bewusstsein
hat, mit dem wir kommunizieren können; dass
Energie im Fluss ist und einem von uns
angestrebten Ziel zustreben kann und es einen
Stau gibt, wenn ein NEIN (Angst, Unsicherheit,
Unglaube) diesen Fluss verhindert. Ebenso wissen
wir, dass Gesundheit einen harmonischen Fluss
der Energie bedarf.
Beschäftigen wir uns also damit,
wie es möglich ist, einen vorhandenen Stau
aufzulösen. Alle Psychotherapien, jeder Arzt und
letztlich wir selbst wollen das, denn es
bedeutet Heilung. Damit die Energie wieder
fließen kann, braucht es von uns eine neue
Bewertung unserer Prioritäten. Würden die alten
Verhaltens- und Denkweisen beibehalten, so
hätten wir ja weiterhin da ein Zuviel und da
einen Mangel. War unser Bestreben etwa bisher
auf Sicherheit ausgerichtet, so braucht es nun
auch Vertrauen. Lag die Intensität unserer
Aufmerksamkeit bisher bei der Familie, so sollte
sie nun auch für uns da sein. Sorgten wir
hingegen hauptsächlich dafür, dass es uns gut
ging, so wäre es ratsam, auch an andere zu
denken.
Genauso gilt das für die Art der
Energieausrichtung. Wenn sich unsere Interessen
hauptsächlich mit materiellen Dingen
beschäftigen, so fließen auch die Energien dahin
und unser Leben ist entsprechend manifest.
Unsere Seele ist jedoch nicht materiell, sondern
feinstofflich; folglich wird sie Mangel
erleiden. Leichtigkeit und Beweglichkeit braucht
feinstoffliche Energien. Freude und Liebe sind
helle und sehr feine Energien, die unser Leben
beflügeln können. Sicherheit und Kontrolle
hingegen formen sich zu Grenzen, Abgrenzungen
und Stopps. Sie bringen Schwere in unser Lebe
und Ängste. Ängste deshalb, weil das Vertrauen
in die kosmischen Energien und deren gestaltende
Kraft fehlt.
In unseren Träumen und Visionen
versucht unsere Seele uns in Form von Bildern
und Symbolen eine Botschaft zu übermitteln, die
Hilfestellung leisten soll, damit wir erkennen,
wo und wie wir gegen uns leben. Die Hinwendung
nach innen ermöglicht, mit der wissenden Quelle
in uns Kontakt aufzunehmen.
Wäre es da nicht sinnvoll, wenn
wir uns an diese Adresse wenden würden? Was hält
uns ab? Haben wir Angst davor zu erfahren,
wodurch wir uns selbst verletzen und welche
Konsequenzen es hat, dies zu ändern?
Wenn die Seele leidet, weil sie
sich nicht entfalten kann, weil sie Vertrauen,
Liebe, Freude, Mitgefühl, Kreativität nicht in
unser Leben einfließen lassen kann, so
verdichten sich die Energien und es kommt zu
Staus bzw. zu einem Mangel. Der Kontakt nach
innen und der Kontakt zu den gestaltenden
Kräften ermöglicht Heilung und einen Fluss der
Energien auf unterschiedlichen Ebenen. Doch kein
anderer kann das für uns tun. Nur wir können uns
selbst unseren Wert geben, uns um unsere Seele,
um die Beflügelung unseres Geistes, unsere
spirituelle Entwicklung kümmern und es liegt an
uns, ob wir unser Bewußtsein hierfür nutzen.
Wir haben alle die Möglichkeit
uns zu heilen, uns zu trösten, uns zu lieben und
wir haben die Möglichkeit, unsere höchsten
Potentiale in unser Leben zu integrieren. Neue
Werte, qualitatives Denken, Mut,
Eigeninitiative, kreativer Lebensausdruck,
spirituelle Ausrichtung und liebevolle
Zuwendung, uns selbst und anderen gegenüber hebt
unser Bewusstsein auf eine feine
Schwingungsfrequenz und die entsprechenden
Energien können uns zufließen. Sicher verlangt
es von uns Achtsamkeit, wenn wir unser Leben auf
eine höhere Frequenz heben wollen. Ich denke,
diese Anstrengung ist es wert.
Wir können davon ausgehen, dass
alle Gefühle und Gedanken, d.h. auch die
Absicht, mit der wir Dinge tun, in unseren
Zellen gespeichert ist. Dieses Körpergedächtnis
funktioniert wie unser Erinnerungsvermögen auch.
Taucht eine ähnlich erfreuliche oder
traumatische Situation auf, assoziiert es diese
mit früher gemachten Erfahrungen. Der Körper
entspannt sich oder zieht sich zusammen, es
werden Glücks- oder Stresshormone ausgeschüttet.
Sind wir achtsam und in einem guten Kontakt mit
unserem Körper, so nehmen wir diese Signale
wahr. Ignorieren wir sie, weil unser
Hauptinteresse woanders liegt, geht der Kontakt
zum Körper immer mehr verloren – und er bekommt
ein Problem.
Eine holistische Behandlung ist
mehr als Ursachenbehandlung, es ist ein „wieder
Zusammenfügen“ von verlorengegangenen Teilen,
eine Wiederherstellung der inneren Harmonie.
Unter diesem Aspekt entstand die Transpersonale
Imaginative Psychotherapie – TIP, eine
ganzheitliche Behandlungsmethode. Der Ansatz ist
hierbei der Mensch auf seinem Entwicklungsweg,
mit all seinen Aspekten. Hierzu gehört auch das
Bewusstsein.
Die Fähigkeit des Bewusstseins
wird viel zu gering geschätzt. Dabei haben wir
hier unser stärkstes Potential, denn es kennt
die Grenzen des Intellektes nicht; wohl aber
kann es durch diesen begrenzt werden. Wer mit
dem Bewusstsein arbeitet lernt, sich auf eine
veränderte Schwingungsfrequenz zu begeben oder
in der Zeit vorwärts oder rückwärts zu wandeln
oder in seinen Körper einzutauchen und bei
Bedarf mit einem Organ oder gar mit den Zellen
zu reden. Mit der von mir entwickelten Methode
TIP wird das jedem ermöglicht, der sich hierauf
einlässt. So wird auch erfahrbar, weshalb sich
eine Krankheit eingenistet hat und was der
Körper, die Seele oder der Geist benötigen,
damit eine Änderung zum Guten geschehen kann.
Mit Hilfe unseres Bewusstseins
können wir uns sogar an das All-Bewusstsein
anschließen, daraus schöpfen, von dort
Informationen und Hilfe erhalten. Heilern ist
möglich, sich auf Distanz mit einem anderen
Menschen in Verbindung zu setzen, aus seinem
Energiesystem Informationen abzurufen und seiner
Zellstruktur Energien zuzuführen. Spirituelle
Fernbehandlungen basieren auf diesem Prinzip.
Die Erforschung der morphogenetischen Felder
durch Rupert Sheldrake hat hier viel Licht in
dieses Phänomen gebracht.
Voraussetzung hierfür ist jedoch,
dass wir uns in diesen feinen
Schwingungsbereich einklinken können. Das geht
nicht, wenn wir uns im Wettbewerbs- oder im
Vorteilsdenken befinden, Macht ausüben wollen
oder mit Ängsten behaftet sind. Dadurch wären
die Schwingungen auf einer niederen Frequenz,
also dichter. Je klarer wir deshalb innerlich
werden, je ganzheitlicher unsere Absichten sind
und je intensiver unser Kontakt zu unseren
inneren Bereichen ist, um so leichter wird es
uns gelingen, uns mit den feiner schwingenden
Energien in Verbindung zu setzen. Unser
Bewusstsein ist hierbei der Mittler.
Kommen wir zurück zu Materie und
Bewusstsein. Materie ist langsam schwingende
Energie. Die DNA ist der Träger der
Informationen, besitzt die Fähigkeit der
Reduplikation und hat ein enzymatisches
Reparatursystem. Weil das so ist, ist es auch
möglich, via Bewusstsein Informationen aus der
DNA zu erhalten und eine Zellstruktur zu
verändern. Durch unser Denken und Fühlen tun wir
das unbewusst, doch im Sinne der Heilung ist es
bewusst ebenfalls möglich. Voraussetzung ist
immer die Bereitschaft zur Veränderung.
Ich meine, wir sollten beginnen,
bewusster und liebevoller mit uns selbst
umzugehen. Wenn wir unser Bewusstsein auf eine
harmonische Ausgewogenheit richten, wenn wir
selbst schwierige Umstände unseres Lebens als
Hinweis akzeptieren Veränderungen zu schaffen
und Wandlung zu ermöglichen, so glaube ich, wird
es auch friedlicher auf dieser Welt.
Nelson Mandela sagte hierzu:
„Unsere tiefgreifendste Angst ist nicht, dass
wir ungenügend sind. Unsere tiefgreifendste
Angst ist, über das Messbare hinaus kraftvoll zu
sein. Es ist unser Licht, nicht unsere
Dunkelheit, die uns am meisten Angst macht."
Eine holistische Behandlung ist
auch ein Weg zurück zum eigentlichen Selbst.
Wenn wir den Mut haben, uns in unserer Größe
zuzulassen, entsteht in uns ein Licht, das
Hoffnung heißt. Dadurch schöpfen wir den Mut,
uns uns selbst zu stellen, unseren Ängsten und
unseren Möglichkeiten, frei zu sein.
Ihre Stephanie Merges